
Das Museum der Königlich Bourbonischen Eisenwerke von Mongiana erzählt von einem überraschenden und wenig bekannten Kalabrien: dem der Industrie, des Eisens und der bourbonischen Produktion. Zwischen Wäldern, Wasser und historischem Gedächtnis bewahrt Mongiana einen der bedeutendsten Orte der Industriearchäologie Süditaliens.
Im grünen Herzen der Serre Calabresi begleitet das Museum der Königlich Bourbonischen Eisenwerke von Mongiana den Besucher durch ein faszinierendes Kapitel der kalabrischen Geschichte: das der Eisenwerke, der Waffenfabrik und des großen Eisen- und Stahlkomplexes, der zur Zeit der Bourbonen entstand. Hier zeigt Kalabrien ein anderes Gesicht als das der bekannteren Küste. Mongiana ist nicht nur Natur und Berge: Es war ein strategisches Produktionszentrum, in dem Wasser, Wälder und menschlicher Erfindergeist zusammenkamen, um die Eisenverarbeitung zu betreiben und einen der bedeutendsten Industriekomplexe des Königreichs Neapel und später des Königreichs beider Sizilien hervorzubringen. Das Museum vermittelt, welche Rolle dieses Gebiet bei der Herstellung von Eisenerzeugnissen und Waffen spielte, und erzählt von der tiefen Verbindung zwischen natürlichen Ressourcen, Arbeit, Technik und der Entwicklung des Dorfes. Rund um die Eisenwerke wuchs nach und nach auch die Gemeinschaft von Mongiana — aus Arbeitern, Handwerkern und spezialisierten Fachkräften. Ein Besuch des Museums bedeutet, in eine Geschichte aus Metall, Wasser, Feuer und Erinnerung einzutreten. WeDei-Tipp Nehmen Sie sich die nötige Zeit für den historischen Teil und für die Erzählung des Gebiets. Für ein vollständigeres Erlebnis verbinden Sie das Museum mit einem Spaziergang im Grünen zum kleinen Sambuco-See. Eine perfekte Halbtagesetappe im Hinterland, besonders für alle, die sich von den überlaufeneren Küstenrouten entfernen möchten.
Via Madonnella, 12
Mongiana
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